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Meine Piratenwoche KW 29/2011

Sonntag, 24. Juli 2011

Nun, eine erst langsame und gegen Ende doch Fahrt zunehmende Woche nimmt ihr Ende.

Bürgerportal

Der Alexplus rockte mal wieder hart. Nach dem hier bereits erwähnten Arbeitstreffen hat er einen ersten Entwurf gebastelt, wie das kommende Bürgerportal tatsächlich mal aussehen könnte. Und wie man von ihm nicht anders gewohnt ist, sieht selbst der erste Grobentwurf sehr viel besser aus, als so manch anderes fertiges Portal. Ich geh schwer davon aus, dass diese Seite sehr bald noch sehr spannend wird.

Verkehrspolitik

Auf meinen Artikel über Feinstaub auf der Seite der Piratenpartei Heilbronn hat sich eine kleine, aber feine Diskussion ergeben. Ich hoffe aber, dass da noch mehr passiert.

Sonstiges

Der Hauptteil meiner Piratenwoche war von weiterem Orgakram im Rahmen der Gründungsversammlung des KV Heilbronn geprägt. So hab ich zusammen mit Datacore und Kathy den Vorschlag für die Satzung fast perfektioniert: Nachdem noch ein Wort gestrichen und ein anderes um ca. 38% verlängert wurde, stieß die Satzung dann auf einstimmige Zustimmung.

Ach ja, fast hätt ichs vergessen: Seit neustem bin ich Vorsitzender des Kreisverbandes Heilbronn der Piratenpartei. In Zuge dessen dürfen diese Blogposts in Zukunft gern auch als inkrementeller Tätigkeitsbericht verstanden werden.

Meine Piratenwoche KW 27/2011

Sonntag, 10. Juli 2011

KV Heilbronn

Für die Kreisverbandsgründung habe ich an weiteren, hauptsächlich organisatorischen Dingen gearbeitet. Unter anderem sind die Einladungen an die betroffenen Mitglieder und die Nachbarpiraten verschickt worden. Außerdem stehe ich in Kontakt mit den verwegenen Freibeutern Nati und Marco (vielen Dank auch hier nochmal!), die eine generische KV-Satzung gebastelt haben mit dem Ziel, typische Fehler zu vermeiden und eine solide Basis zu haben, auch wenn man keine Lust hat, ewig an Formalien und Details zu schrauben. Ihr Entwurf wird hoffentlich bald (nach Prüfung durch die AG RechtRechtsabteilung) soweit fertig sein, dass er an die Öffentlichkeit kann. Wenn alles nach Plan läuft (Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!), wird der KV Heilbronn dann die erste öffentliche Bewährungsprobe.

Nach dem nächsten Stammtisch werden wir dann auf einem Sondertreffen den Entwurf hoffentlich gut genug im Detail festklopfen können, um eine Satzung mit genügend Konsens im Hintergrund auf der Gründungsversammlung präsentieren zu können (Toi Toi Toi).

Verkehrswende Heilbronn

Montag abend war eine Informationsveranstaltung der Verkehrswende Heilbronn, bei der ich anwesend war. Themen waren unter anderem die neue Saarlandstraße und ihre Auswirkungen, sowie mögliche Modelle für die Allee.

Bei ersterem Punkt fand ich ein wenig schade, dass hier erstmal wild mit großen Prozentzahlen um sich geworfen wurde (offizielle Prognose: 40% Verkehrssteigerung auf der Saarlandstraße!!!!1 50% Verkehrssenkung in Klingenberg!!!!!!1). Wer ein wenig Ahnung von Prozentzahlen hat, kann schon ahnen, was hier mein Problem war. Denn als ich dann in der Fragerunde nachhakte, was das denn in absoluten Zahlen (oder von mir aus auch in absoluten prozentualen Steigerungen) ausmacht, kam vom Stadtrat Hasso Ehinger (LINKE) mit viel Text ausgeschmückt die kleinlaute Kernaussage: 3 bis 3,5%, eine Steigerung, die mich persönlich jetzt nicht so wirklich vom Hocker gehauen hat. Noch dazu muss man bedenken, dass hier Wohngebiete wie Frankenbach (ich habe lange genug in der Leintalstraße gewohnt, um zu wissen, dass da durchaus einiges an Verkehr durchfährt), Klingenberg und Böckingen (Großgartacher Straße) deutlich entlastet werden, während entlang der Saarlandstraße wenige bis keine Häuser direkt an der Straße gebaut sind. Als weiteres Argument kam das Krankenhaus Gesundbrunnen und dass dort die Patienten mit 40% mehr Autos vor dem Fenster dieselben anscheinend nicht mehr öffnen könnten. Auch das hielt ich nicht für sonderlich stichhaltig, sind doch einerseits sehr viele Fenster eben nicht direkt in Richtung Saarlandstraße ausgerichtet (und wenn, dann mit mindestens 50 Metern Entfernung und einigen Höhenmetern Unterschied) und andererseits ist die 4-spurige Straße auch jetzt schon nicht gerade eine verkehrsberuhigte Zone, sondern eher in Stoßzeiten vom Dauerstau geplagt. Ich habe übrigens Anfang des Jahres eine Woche dort im Klinikum verbracht, hatte auch ein Fenster „zur Straße“ und vom Verkehr mitbekommen habe ich: Nichts.

Der andere große Punkt war die Allee. Dort steht bisher nur unumstößlich an Veränderungen fest, dass die Stadtbahn Nord am linken und rechten Straßenrand fahren wird. Die Verkehrswende schlägt nun vor, hier einen sogenannte Shared Space in der Mitte einzuführen. Eine bestechende Idee, die ich voll und ganz unterstützen kann, ist doch eigentlich die Allee wirklich nicht dafür prädestiniert, eine Durchgangsstraße zu sein. Schade fand ich, dass man sich für meinen Geschmack ein wenig zu sehr auf das Feinstaub-Argument fixiert hat. Nach Stand meines Wissens ist nämlich keinesfalls ausschließlich oder auch nur hauptsächlich der Verkehr für erhöhte Feinstaubwerte zuständig – Heizungen zum Beispiel sind hier auch Übeltäter. Ein weiteres plakatives Beispiel ist die manchen eventuell bekannte Stadt London, die durch die City-Maut den Verkehr um 30% verringert hat, aber keinen signifikanten Rückgang der Feinstaubmesswerte feststellen konnte. Meine Einwände diesbezüglich wurden dann allerdings recht erwartungsgemäß ohne großartiges Verständnis meiner Argumentation von besorgten Müttern[tm](c) unter anderem mit den großartigen „Begründungen“ abgebügelt, dass ja viele Mütter ihre Kinder lieber mit dem Auto zum Park fahren, weil im Inneren des Wagens die Feinstaubbelastung niedriger sei (???) und die Krankenkassen Bewegung der armen Kinder fördert, damit dieselben gesünder sind (??????). Ich habe mir dann sicherheitshalber die Frage verkniffen, ob jemand im Raum an Homöopathie glaubt, die Argumentationsmuster kamen mir nämlich nur zu bekannt vor :)

Alles in allem fand ich die Zeit aber durchaus sinnvoll investiert und ich hoffe, mit ein wenig wissenschaftlich fundierterer Betrachtungsweise auch ein paar Gedankenimpulse gesetzt zu haben. Nächstes Mal bin ich dann sicherlich besser mit Daten und Fakten vorbereitet.

Bürgerportal

Donnerstag war wieder ein Treffen zum Bürgerportal zum Thema Design. Wir haben dann ganz traditionell auf Papier hingemalt, wie wir uns vorstellen, wie die Seite später mal aussehen könnte. Auch wenn man schon gemerkt hat, dass bei ein paar grundsätzlichen Ansichten die ursprünglichen Visionen nicht immer komplett übereingestimmt haben, denk ich doch, dass wir auf einem guten Weg sind und in nicht allzuferner Zukunft schon was Brauchbares vorzeigen können.

Geleitet hat das Treffen übrigens der großartige Alexplusplusplus und er hat sich auch bereiterklärt, bei Designfragen den Faden in die Hand zu nehmen. Großes Lob!