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Welche Wahrheit? – Den roten Schuh gibt es nicht!

Dienstag, 8. Juni 2010

War ich mir bis letzte Woche noch recht sicher, dass es keinen roten Schuh gibt, wurde ich nun vor recht kurzer Zeit abrupt eines Besseren belehrt. Hat doch wohl tatsächlich jemand ein wenig hier und da an der Realität gezupft, ihr dadurch eine neue Form verpasst und – ihr werdet es kaum glauben – einen roten Schuh kreiert.

Wer hier so virtuos die Gesetze der String-Theorie so mühelos manipulierte, um das Universum wie ein Marionettentheater aussehen zu lassen? Richtig. Der hier im Blog zur #37cc vorgestellte äußerst begabte Künstler Ey Lou Flynn.

Und die Ziele, die er sich hier mit der Schuhshow gesetzt hat, die sind von einem kleinen Sympathisanten wie mir kaum in Worte zu fassen, ich versuchs trotzdem (und klau im Zweifelsfall schamlos Worte). Es soll also das eigensinnigste und kreativste Rock-Album der jüngeren deutschen Geschichte entstehen („Blasphemie“, werden die Ärzte-Fans schreien! „Yeah, Blasphemie ist immer gut“ werde ich erwidern!). Und live (nunja, jedenfalls so live, wie es das Internet, Youtube und Konsorten erlauben) wird auf den Seiten der Schuhshow darüber berichtet. Ach ja, und eine geballte Ladung Interaktivität soll es dabei auch geben. Fein, fein, ich bin auf jeden Fall gespannt, was dabei herauskommt und werde, so es meine knapp bemessene Zeit erlaubt, auch versuchen, mein Scherflein zum unvermeidbaren Weg des Ey Lou Flynn in Richtung Rockstar, Plattenvertrag und tonnenweise Groupies beitragen. Und sei es mit einem Blogeintrag, den gefühlte 3,141 Leute lesen, denn auch diese können Multiplikatoren sein!

Zwischendurch eine kleine Lobhudelei für die Free! Music! Week!: Ey Lou Flynn #37cc

Montag, 8. März 2010

Irgendwie schließt sich der Kreis ein wenig, die Musikpiraten haben mich auf den Künstler gebracht und nun benutze ich sie, um mit meinem leicht ungelenk anmutenden Review von Ey Lous Erstlingswerk wieder ein wenig platonische Liebe zurückzugeben. Tolles Ding, dieses Internet, nichtwahr?

Begonnen hat es, als ich im Herbst 2009 den Free! Music! Sampler! auf mein getreues Billig-MP3-Werbegeschenk-Abspielgerät holte. Anlass waren meine zarten ersten Überlegungen, mal wieder mit Freunden in Heidelberg ein kleines Festival namens „Rock im Feld“ zu veranstalten, nur diesmal, im Gegensatz zu früher, absolut GEMA-frei und komplett mit freier Musik. Ein Lied auf dem Sampler stach aus der Masse raus und blieb im Gehörgang kleben, das war das Laternenlied von Ey Lou Flynn. Als ich dann bei Jamendo weiter in die Richtung grub, stieß ich recht fix auf sein Album „Naja, ich hab mein Bestes gegeben“ und spätestens nach dem Afghanen im Opener Muuh! war ich am Haken.

Ehrenwort, gute Musik verdient Unterstützung, also hab ich das Album recht fix auch gekauft (inzwischen kann man es sich auch vom Maestro persönlich parfümiert schenken lassen) und selbstverständlich meinen Bekannten- und Verwandtenkreis auch aktiviert und dabei auch schon eine gute Handvoll neue Fans generiert.

Ey Lou Flynn beschreibt seine Musik als „Klingt wie platonische Liebe beim Seitensprung“. Das klang vor dem ersten Hören zwar schon irgendwie seltsam, danach fällt mir allerdings keine bessere Beschreibung ein. Liebe Leser (Ihr beiden da hinten im Eck, ihr seid gemeint!), wenn ihr einen Sinn für Humor habt, dann bleibt euch quasi gar nichts anderes übrig, als Ey Lou zu hören und Ey Lou zu lieben! Mehr kann und will ich über das Album und die diversen weiteren Songs hier gar nicht schreiben, da jeder Versuch meinerseits, die geballte Kreativität in Worte zu fassen, nur mir einer Horde heulender Kleinkinder enden kann.

Der Kreis schließt sich natürlich nicht so komplett, ich werde nach wie vor die neusten Eskapaden (wie zum Beispiel in letzter Zeit ein Behind-The-Scenes-Bericht des neusten Musikvideos) verfolgen, die neue Musik hören, die neuen Alben kaufen und in ein paar Jahren, wenn der Ey Lou Flynn das Münchener Olympiastadion füllt, stolz den jungen Dingern meine Erstauflage der ersten CD vorzeigen und mit verträumtem Blick von Früher[tm](c) erzählen.

Ey Lou Flynn – mach weiter so. Ich hätte gern soviel Kreativität und Sinn fürs Texten und Komponieren, wie du alleine vermutlich im kleinen Finger der linken Hand hast, das würd mir dann vermutlich schon absolut ausreichen.